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K - Line oder: Des Snyders neuer Kaiser

Theater im Fluss - Junges Ensemble

Theater im Fluss arbeitet mit 6 Jugendgruppen und 12 Schulen zusammen, um Kinder und Jugendliche selbst kreativ werden zu lassen, vor allem im Theaterbereich. Theater wurde hier schon oft als Mittel der "Demokratiebildung" eingesetzt.

Über Marketing, Kunst und Politik inspiriert von dem Anderson - Märchen "Des Kaisers neue Kleider"

Titel der Dokumentation

Das Junge Ensemble, die am Wettbewerb teilnehmende Gruppe, arbeitet seit 2004 bei Theater im Fluss und schuf bereits 7 Produktionen.
Zum Thema "Anderssein" und ausgehend von dem bekannten Märchen "Des Kaisers neue Kleider" veranstaltete der "Kulturraum Niederrhein" ein Projekt, in dem sich verschiedene deutsche und niederländische Jugendgruppen zum Thema künstlerisch austauschen konnten. Es gab zwei Workshops, in denen wir viele Inspirationen für unsere Arbeit mitnahmen. Das Junge Ensemble nahm teil und entwickelte mit Hilfe eines Theaterpädagogen "K-Line".

Wir beschlossen, ein Brennglas auf die Schnittstelle von Wirtschaft, Kunst und Politik zu halten:
eine Marketingagentur und deren Akteure, die kreativen Köpfe, die eine Wahlkampagne für eine Politikerin planen.
Wir wollten vor Auswüchsen eines werbegesteuerten Wahlkampfes warnen.
Die Beschäftigung mit "conceptual art" floss ebenfalls in die Improvisationen mit ein.
Wir wählten die Form einer Komödie, um das Thema zu transportieren. Außerdem hatten wir dabei viel Spaß.

Jugendliche haben was zu sagen

Die Arbeit begann im September 2007 unter Leitung des Theaterpädagogen Harald Kleinecke:

  • Wir trafen uns wöchentlich mindestens einmal, außerdem an verschiedenen Wochenenden.
  • Die Texte entstanden aufgrund von Recherche der Gruppe, des Regisseurs und Improvisationen der Gruppe.
  • Wir studierten die Werbe- und Wirtschaftssprache.
  • Wir entwickelten politische Reden, Werbespots für Produkte und Marketingstrategien.
  • Wir drehten einen Film, in der eine Sprecherin Tagesnachrichten verliest und dachten uns Presse-Headlines aus. Dabei erforschten wir die Grenzen von Aufklärung und Manipulation.
  • Beim Theaterspielen erfuhren wir Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Gruppe.
  • Musikalisch wurde das Ganze von zwei befreundeten jungen Musikern („Bunt und Rot“) untermalt.
  • In der letzten Phase dachten wir uns das Bühnenbild aus (Hintergrund: Schwarz, Boden: Rot, Transportable Stellwände: Gelb)
  • Wir bauten das Bühnenbild und kleideten die Rollen ein. Eine Theaterpädagogin half bei der Auswahl der Kostüme.
  • Wir führten ein Pressegespräch mit Tages- und Wochenpresse durch.

Innerhalb der Gruppe gab es Diskussionen über den Sinn, die Grenzen und den Missbrauch von Marketingstrategien in der Politik. Dabei gab es sehr unterschiedliche Meinungen. Zeitgleich zu den ersten Aufführungen im Februar 2008 fanden die öffentlichen Diskussionen um die Wahlen in Hessen statt.

Es war uns wichtig zu zeigen, dass Jugendliche nicht nur Theaterstücke über Drogen oder Gewalt machen können, sondern auch etwas zu wirtschaftlichen oder politischen Themen zu sagen haben. Wir luden deshalb etwa 100 Kreistags- und Stadtpolitiker zu unseren öffentlichen Vorstellungen ein.
Im Mai 2008 fand die vorläufig letzte Aufführung bei Theater im Fluss mit anschließender Diskussion statt. Eine Wiederaufnahme ist möglich.

Initiative

Theater im Fluss - Junges Ensemble
Ackerstr. 50
47533 Kleve
Telefon 02821 / 979379
Email thea.fluss@t-online.de
Internet www.theaterimfluss.de
Ansprechpartner/innen
Ivar Brettmann, Severin Roth, Marie Helen Krümmel, Nastja Salamatin, Harald Kleinecke


Der INITIATIVENPREIS 2009 ist eine Initiative des Paritätischen Jugendwerkes NRW
im Rahmen des Projektes "Pakt mit der Jugend".
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