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schülerVZ & Co.

EigenSinn e.V., Bielefeld

Die Arbeit von EigenSinn e.V. richtet sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte und andere Bezugspersonen, die mit Kindern leben und arbeiten, denn sie tragen die Verantwortung für die Entwicklung von Mädchen und Jungen. Aber auch Mädchen und Jungen selbst sollen und müssen über das Thema sexualisierte Gewalt aufgeklärt werden.

Zu den häufig genutzten Internet-Angeboten zählen zurzeit „Online-Communities“, auch „Social Networks“ beziehungsweise „Soziale Netzwerke“ genannt. Bekannte Communities sind unter anderem Facebook, MySpace, StudiVZ und - besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen - schülerVZ.
Doch Online-Communities bieten nicht nur grenzenloses Vergnügen. Die Verletzung des Rechts am eigenen Bild und Mobbing sind häufig genannte Problematiken, die innerhalb der Netzwerke auftreten können. Sexualisierte Übergriffe - auch der Jugendlichen untereinander - und gewaltverherrlichende sowie politisch extremistische Interessengruppen zählen ebenfalls zu den kritisch zu bewertenden Aspekten innerhalb der Sozialen Netzwerke.

Aufmerksam unterwegs im "Mitmach-Internet"

Um Mädchen und Jungen einen verantwortungsvollen und medienkompetenten Umgang mit „schülerVZ und Co.“ zu vermitteln, bietet EigenSinn e.V. zu diesem Thema Workshops für Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren an.
Anhand vielfältiger informativer und spielerischer Methoden werden soziale und juristische Aspekte sozialer Netzwerke wie Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Privatsphäre und Cyberbullying (Mobbing anhand elektronischer Medien) bearbeitet und diskutiert. Vermittelt werden Grundbegriffe des Web 2.0 (des "Mitmach-Internets") ebenso wie Tipps zum Schutz der Privatsphäre. Bezüglich des Themas "sexualisierte Gewalt" werden nicht nur Übergriffe durch erwachsene Fremdtäter, sondern auch durch Mitschüler beziehungsweise andere Jugendliche angesprochen. Es wird über politisch extremistische Interessengruppen und deren Ziel, über die Communities neue Mitglieder zu rekrutieren, informiert.

In den Workshops geht es nicht darum, Verbote auszusprechen, sondern über den Weg der Aufklärung und Interaktion gemeinsam Strategien für eine spannende aber sichere Nutzung sozialer Netzwerke zu erarbeiten und die Medienkritikfähigkeit der Teilnehmer zu fördern. Mädchen und Jungen sollen bei der Partizipation an der Mediengesellschaft unterstützt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse und Fragen der Mädchen und Jungen: eingebettet in „didaktische Eckpunkte“ bestimmen ihre Interessen die thematischen Schwerpunkte der Veranstaltungen.

Vom richtigen Umgang mit Online-Communities

In den Workshops machen wir die Erfahrung, dass den Mädchen und Jungen kompetente erwachsene Ansprechpartner zu den oben genannten Themen fehlen. Die Teilnehmer/innen sind in der überwiegenden Zahl begeistert davon, dass sie (in der Schule) die Möglichkeit geboten bekommen, über eines der zentralen Themen ihrer Lebenswelt berichten zu können und gleichzeitig professionelle Informationen, Tipps (und Tricks) im Umgang mit Online Communities zu erhalten.

Die Berichte der Mädchen und Jungen darüber, was sie innerhalb der Communities erleben, machen deutlich, dass bei ihnen ein hoher Informationsmangel bezüglich juristischer Aspekte wie Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Datenschutz vorliegt. Sie zeigen, wie wichtig eine Sensibilisierung der Teilnehmer für die eigene Privatsphäre und die der anderen Community-Mitglieder ist.

Sehr bewährt hat sich unser Ansatz, über spielerische Elemente die Diskussion mit den Mädchen und Jungen zu suchen. In der Diskussion erleben sie, dass ihre Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit Online-Communities ernst genommen und respektiert werden.

Initiative

EigenSinn e.V.
Marktstraße 38
33602 Bielefeld
Telefon 0521 / 133796
Fax 0521 / 177086
Email info@eigensinn.org
Internet www.eigensinn.org
Ansprechpartnerin
Bianca Post


Der INITIATIVENPREIS 2009 ist eine Initiative des Paritätischen Jugendwerkes NRW
im Rahmen des Projektes "Pakt mit der Jugend".
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