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Vom Mut, sich für andere einzusetzen

Theater ImPuls, Köln

Theater ImPuls e.V. kümmert sich um die Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hin zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, insbesondere durch die Förderung gesellschaftlicher Randgruppen zum Abbau von Benachteiligungen. Neben der Förderung der persönlichen Entwicklung und der Schlüsselqualifikationen wird zu Themen wie Gewaltprävention, Zivilcourage, Arbeits-Migration, Lebens- und Berufsplanung gearbeitet.

Zivilcourage zur Zeit des Nationalsozialismus

Das Projekt wurde mit 25 Schülern und Schülerinnen der katholischen Grundschule (KGS) Heßhofstr. Köln-Vingst (Klasse A2; 3. und 4. Schuljahr) durchgeführt. Während der vierwöchigen Vorbereitungsphase wurden die Kinder mit dem Thema "Zivilcourage zur Zeit des Nationalsozialismus und heute" mittels des Bilderbuches "Papa Weidt" und weiteren Unterrichtsmaterialien vertraut gemacht. Es schloss sich eine Theaterprojektwoche mit täglich jeweils 5 Unterrichtsstunden an.

Das Bilderbuch "Papa Weidt" von Inge Deutschkron und Lukas Ruegenberg schildert in kindgerechter Form die Bemühungen von Otto Weidt in der Zeit des Nationalsozialismus, Juden vor der Verfolgung zu beschützen.

Die theaterpädagogische Arbeit mit den Kindern fand vorrangig in Kleingruppen statt.

"Nazi-Gesetze gegen die Juden"

Die erste Gruppe thematisierte die Verfolgung der Juden im NS-Staat. Sie nannten ihre Geschichte "Nazi-Gesetze gegen die Juden". Szenisch werden die alltäglichen Einschränkungen für das Leben der Juden verdeutlicht, zum Beispiel erhält ein Kind zu seinem 6. Geburtstag im Kindergarten einen "Judenstern".

"Vom mutigen Papa Weidt"

Die zweite Gruppe nannte ihre Geschichte "Vom mutigen Papa Weidt". In kurzen Szenen und Standbildern wird die Geschichte von Otto Weidt dargestellt, der eine Blindenwerkstatt betrieb, in der er vorrangig blinde Juden einsetzte und es durch Bestechung schaffte, seine Arbeiter und Arbeiterinnen lange Zeit zu schützen.

"Eine mutige Schülerin"

Die dritte Geschichte "Eine mutige Schülerin" beschäftigte sich mit ausgrenzendem Verhalten in der Schule. Eine neue Schülerin aus Polen kommt in die Klasse und wird durch diese gemobbt. Nach einiger Zeit entschließt sich eine Mitschülerin, sich für die Neue einzusetzen.

Am Ende der Theaterprojektwoche gab es zwei Aufführungen vor insgesamt 4 Klassen (etwa 110 Schüler) und Eltern und Verwandten.
Für eine Aufführung vor 400 Jugendlichen am Schülergedenktag (29.01.2009) zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde ein neues Theaterstück entworfen, das mehr Performancecharakter und einen neuen inhaltlichen Schwerpunkt hatte.
Die Kinder verlasen die Namen jüdischer Kinder aus Köln, die deportiert wurden, sie sprachen den Satz "Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet" in mehreren Sprachen und pflanzten einen Baum der Hoffnung, ...

Presse
"Ergreifend auch der Beitrag der Grundschüler von der katholischen Grundschule Heßhofstraße in Vingst: Zu leiser Klaviermusik bilden die Schüler stehende Alltagsszenen aus der Zeit nach 1933 nach - wie die immer stärker werdende Ausgrenzung von Juden, (...)
Mucksmäuschenstill wird es im Saal, als die Schüler abwechselnd Namen und einstige Wohnorte von jüdischen Schülern aus Köln verlesen, welche mit ihren Angehörigen in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Für jedes dieser Kinder wird ein Karton mit einem aufgemalten Spielzeug getragen. (...)
Am Ende dieser Darbietung erntet die Vingster Schule stehende Ovationen aus dem Publikum.
(Kölner Stadtanzeiger)

Initiative

Theater ImPuls
Dattenfelder Straße 38
51109 Köln
Telefon 0221 / 7123040
Fax 03221 /1259724
Email info@theaterimpuls.de
Ansprechpartner
Herr Kienzler


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im Rahmen des Projektes "Pakt mit der Jugend".
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